Kostendiskussion: Annäherung erreicht, aber noch einige Fragen offen

„Ihr Vorschlag in allen Ehren“, nahm Joachim Hassa (FWG) die von Grundschulleiter Marin Heinrichs genannten „Idealvorstellungen“ über Klassenraumgrößen (siehe Artikel „Planänderungen für OGS finden breite Zustimmung“) auf. „Aber erst einmal sollten wir abwarten, was die weiteren Berechnungen ergeben.“

Gemeint waren die Kostenberechnungen für die Um- und Anbaumaßnahme „Offene Ganztagsgrundschule. Die liegen, wie Architekt Volker Hartmann ausführte, jetzt nicht mehr bei 505 000 Euro, sondern belaufen sich auf rund 425 00 Euro. Sie haben sich also, wie seinerzeit von Ausschussvorsitzendem Andreas Borgmann (FWG) prognostiziert („Die Glocke“ berichtete), den im Gemeinde-Etat für 2007 veranschlagten 400 000 Euro angenähert.


Gleichwohl ließ sich die Skepsis seitens der CDU-Fraktion hinsichtlich der Kostenfrage nicht gänzlich ausräumen. So sind beispielsweise die Inneneinrichtung der neuen Räume sowie die Ausstattung
der Küche (abgesehen von den notwendigen haustechnischen Anlagen) nicht mehr in der Kostenkalkulation enthalten. Zwar sollen Möbel für die neuen Klassenzimmer weitestgehend aus den alten Klassenräumen übernommen werden, wie Schulleiter
Martin Heinrichs betonte, hinsichtlich der Küchenmöbel müsse allerdings, so Georg Micke von der Gemeindeverwaltung, davon ausgegangen werden, dass da vom Vorhandenen doch „vieles abgängig“ sei.


„Da kommt also“, verlieh Sachkundiger Bürger Ralf Pomberg (SPD) seinen Befürchtungen Ausdruck, „doch noch einiges auf uns zu“. Und in welcher Größenordnung dieses Einige sich bewegen werde, fügte CDU-Ratsmitglied Hubert Bäumer hinzu, „sollten wir schon wissen“.


Gewisse Kostensteigerungen räumte Joachim Hassa (FWG) ein, wies aber darauf hin, dass schließlich jetzt „alles größer als ursprünglich vorgesehen“ werde. „Da ist es doch ganz klar, dass es dann auch mehr kostet. Insofern befinden wir uns immer noch völlig auf Kurs.“


Bürgermeisterin Elisabeth Kammann verwies auf den „Mehrwert, der hinter dieser Planung steht“. Dieser dokumentiere sich nicht zuletzt darin, dass die Grundschule im Zuge des Anbaus erstens auch einen neuen Eingang erhalte, der, im Gegensatz zum jetzigen am Osthoff, dann von der Öffentlichkeit auch akzeptiert werden könne, und zweitens die neuen Klassenräume nun so angelegt seien, dass sie auch eine gezieltere, über reine Unterrichtszwecke hinausgehende, Nutzung zuließen.

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