Harsche Kritik der CDU an Bürgermeisterin und FWG

Politischer Aschermittwoch

Bild: Geppert
Bild: Geppert
„Setzen falscher Prioritäten“, „Defizite in der Verwaltung“, „Konzeptlosigkeit“, „Verschwendung von Steuergeldern“ und „Klüngel statt demokratischer Entscheidungen“ – die CDU-Ortsunion rechnete im Rahmen ihres politischen Aschermittwochs mit deutlichen Worten mit dem ihrer Meinung nach verfehlten Vorgehen in der Axtbachgemeinde ab.

„Schluss mit lustig“, hieß es Mittwochabend beim zweiten politischen Aschermittwoch der CDU-Ortsunion. Und der Slogan stand nicht in erster Linie für das Ende der närrischen Tage. „Es ist Zeit, dem politischen Gegner den Marsch zu blasen“, eröffnete der Vorsitzende der Ortsunion, Ewald Grothues, die Veranstaltung mit Blick auf die FWG und Bürgermeisterin Elisabeth Kammann. Zwölf Monate nach der Premiere des politischen Aschermittwochs in Beelen müsse festgestellt werden, dass sich nicht viel verändert habe. Auch weiterhin würden Entscheidungen auf fraglichem Wege getroffen und falsche Prioritäten gesetzt.

Der Fraktionsvorsitzende Hubert Bäumer wurde in seiner Rede konkreter: „Es kann nicht sein, dass eine Bürgermeisterin sich die Zeit nimmt, eine Schubkarre auf dem Friedhof einzuweihen, aber bei Themen wie der Trassierung der B 64 n oder der Wirtschaftsförderung eklatante Versäumnisse zu Buche schlagen.“ Bäumer wies in diesem Zusammenhang auch auf die „Arbeitslosigkeit“ der zwei stellvertretenden Bürgermeister, Andreas Borgmann (FWG) und Pauline Kottenstedte (CDU), hin. „Sollte sich nicht die hauptamtliche Bürgermeisterin um die wirklich wichtigen Dinge kümmern, und die Repräsentationspflichten an ihre Stellvertreter delegieren?“

Ein beherrschendes Thema der Ausführungen Bäumers war die „Verschwendung von Steuergeldern“. Die geplante Erdwärme- Heizung mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 140 000 Euro und die häufige Vergabe von Aufträgen „an den erstbesten Anbieter“ waren nur zwei von zahlreichen Kritikpunkten.

„Es wird entschieden zu wenig für Dienstleistung, Handwerk und Gewerbe getan, es wurden seit fünf Jahren keine Gewerbeflächen mehr erschlossen, und das Einzelhandelskonzept, das jetzt in Arbeit ist, hätte viel früher auf den Weg gebracht werden müssen“, fasste Bäumer zusammen und betonte abschließend: „Beelen braucht einen Rat, der kompromissbereit, sachorientiert und ohne Parteiproporz zum Wohle der Gemeinde entscheidet.“

Auch der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von CDU, SPD und FDP, Wolfram Pott, und der CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Recker waren beim politischen Aschermittwoch zu Gast. Pott betonte die Notwendigkeit, sich nicht auf vor Jahrzehnten Erreichtem auszuruhen. Recker hob die Bedeutung von Bildung als Standortfaktor hervor und sagte seine Unterstützung beispielsweise für das von Bürgermeisterkandidat Wolfram Pott geplante „Projekt Verbundschule“ zu.

Foto: Den Politischen Aschermittwoch der CDU-Ortsunion nutzten (v. l.) Fraktionsvorsitzender Hubert Bäumer, Bürgermeisterkandidat Wolfram Pott, Ortsunionsvorsitzender Ewald Grothues und CDU-Landtagsabgeordneter Bernhard Recker, um ihrer Kritik an Beelens Bürgermeisterin Elisabeth Kammann und der FWG-Fraktion im Rat der Gemeinde in deutlichen Worten Ausdruck zu verleihen. Bild: Geppert

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