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20.03.2007

Leserbrief von Heinz Mertens: Sehr freizügiger Umgang mit Geld

unächst vielen Dank für die Informationen von Herrn Borgmann (FWG) aus nichtöffentlicher Sitzung des Bau- und Planungsausschusses zum Thema OGS‘, dass der teuerste Planungsvorschlag (rund 105 000 beziehungsweise 200 000 Euro teurer als die Mitbewerber) mit einer Stimme Mehrheit beschlossen wurde.
Das Argument, 100 000 Euro ließen sich einsparen (vom Ausschussvorsitzenden als ‚Überzeugung‘ geäußert), ist eine Mutmaßung die offenbar jeder sachlichen Grundlage entbehrt. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Einsparung ohne qualitative Änderungen des Plans möglich ist. Auf welcher Grundlage hat hier die Mehrheit in den Ausschüssen entschieden? Wie kommen Herr Borgmann und damit die Ausschussmehrheit zu der Überzeugung, dass die finanzielle ‚Annäherung‘ gelingen werde?
Dieser meines Erachtens sehr freizügige Umgang mit 105 000 beziehungsweise 200 000 Euro der öffentlichen Hand erstaunt mich nicht nur, sondern macht mich wütend.
Wie kommt es, dass im Fall des Sportlerheims mit Verweis auf die Finanzlage der Gemeinde so einschränkend argumentiert und beschlossen wird, es dagegen bei der OGS nicht auf 105 000 oder 200 000 Euro ankommt, ohne dass die zuständigen Politiker beurteilen könnten, wie der abgespeckte Entwurf konkret aussieht?
Haben wir schon vergessen? Ist das Feuerwehrgerätehaus eigentlich unterhalb der Planungskosten geblieben oder teuerer geworden? Was der Grund war, steht eigentlich nicht zur Debatte. Aber was soll heute anders sein?
Ich kann die drei Planungsvorschläge nicht fachlich beurteilen, gehe aber davon aus, dass alle Vorlagen von höchster Qualität sind. Wie würden Sie entscheiden?“

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