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31.08.2008

Landrat auf CDU-Mitgliederversammlung: „Kreis Warendorf ist mehr als Töttchen und Kiepenkerl“

m Rahmen der Mitgliederversammlung wurde Leo Koch für 50 Jahre CDU-Mitgliedschaft geehrt. Am 1. Januar 1958 war er in die Partei eingetreten. Koch erhielt
vom Vorsitzenden der CDU-Ortsunion Beelen, Ewald Grothues, eine Urkunde sowie ein Flasche Wein.

Glückwünsche kamen auch von Landrat Dr. Olaf Gericke, der eingeladen worden war, um über "Aktuelles aus dem Kreishaus“ zu berichten. In seinem Vortrag schnitt er die fünf Themen – Kommunalwahl, Wirtschaft, Sicherheit, Integration und B 64n – an. Gerade bei letztgenanntem sicherte
der Landrat den Beelenern uneingeschränkte Unterstützung zu. „Die Straße muss kommen“, so Dr. Gericke, der die CDU-Mitglieder darüber informierte, dass das Planfeststellungsverfahren für 2011 vorgesehen sei. Er riet dazu, das Thema „Umgehungsstraße“ ins Wahlprogramm unbedingt
mit aufzunehmen. Beim Thema „Wahlen“ ging Dr. Gericke
kurz auf die Veränderungen ein, die sich durch die Reform von Gemeindeordnung und Kommunalwahlgesetz
ergeben haben. Mit Blick auf die Parteienlandschaft
stellte der Landrat fest, dass man sich auch mit den Linken auseinandersetzen müsse. Die Linke habe in Hessen und Hamburg zahlreiche Stimmen aus den Lagern von SPD und Grünen, aber auch von der CDU erhalten. Auch in Warendorf wolle die Linke antreten.

Positives vermeldete Dr. Gericke im Hinblick auf die Wirtschaft: Die Arbeitslosenquote sei in jüngster Zeit stark auf jetzt auf 5,3 Prozent zurückgegangen. In eineinhalb Jahren sei die Beschäftigungszahl um rund 2400 Beschäftigte gestiegen. Dr. Gericke sieht es als Aufgabe der Städte und Gemeinden, aber auch des Kreises, an, Unternehmen Rahmenbedingungen zu bieten, damit sie erfolgreich wirtschaften können. „Wir sind nicht nur Kiepenkerl und Töttchen“, formulierte der Landrat. Der Kreis Warendorf sei ein großer Maschinenbau-
Standort.

Zum Thema „Sicherheit“ verwies Dr. Gericke auf vergleichsweise niedrige Kriminalitätsraten und hohe Aufklärungsquoten bei Straftaten.

Zum Abschluss seines Vortrags ging der Landrat noch auf die Integration ein. An die 19 000 Menschen ohne deutschen Pass würden derzeit im Kreisgebiet leben, rund 25 Prozent der Bevölkerung im Kreis wiesen einen
Migrationshintergrund auf. „Wir brauchen diese Menschen für unsere Wirtschaft, für unser Gemeinwesen, gerade auch unter dem Blickwinkel des demographischen Wandels“, so Dr. Gericke.

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