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22.02.2013, 10:00 Uhr

Mehr Wertschätzung für die Meisterprüfung

Düsseldorf darf regionale Strukturen nicht zerstören

Astrid Birkhahn MdL und Karl-Wilhelm Hild bei der Kreishandwerkerschaft in Warendorf

„Nicht so schlecht wie einige denken, aber auch nicht so gut wie wir es haben möchten“, beurteilt Hauptgeschäftsführer Frank Tischner von der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf die Situation der Meisterausbildung im Kreis Warendorf, zu der er von der CDU-Landtagsabgeordneten Astrid Birkhahn und dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion Karl-Wilhelm Hild in einem Informationsgespräch angesprochen wurde. Trotz der seit 2004 verringerten Zahl an Handwerksberufen, für die die Meisterprüfung bei der Selbständigkeit verpflichtend ist, blieb die Zahl der abgelegten Meisterprüfungen bundesweit nahezu konstant. Dies sei, so Tischner, ein deutliches Zeichen dafür, dass die Meisterprüfung – unabhängig von einer geplanten Selbständigkeit – weiterhin im Handwerk ein hohes Ansehen als Qualifikation genieße. Von der Landespolitik könne man dies noch nicht behaupten, so der KH-Hauptgeschäftsführer. Astrid Birkhahn kritisierte hier die finanzielle Ungleichbehandlung von Meisterschülern, deren Abschluss immerhin durch den Deutschen Qualifikationsrahmen mit dem eines Bachelor-Studienganges gleichgestellt wird, gegenüber Studierenden. „Den Studenten stehen ja nicht nur komplett durch Steuergelder finanzierte Bildungseinrichtungen zur Verfügung, sie müssen auch keine Studienbeiträge mehr bezahlen. Der Besuch der Meisterlehrgänge hingegen wird trotz Meister-Bafög größtenteils privat finanziert. Und da sind die vielen Stunden Freizeit, die man für den Besuch der berufsbegleitenden Lehrgänge investiert, noch nicht mit eingerechnet“, so die CDU-Landespolitikerin, die sich als Mitglied des Ausschusses Schule und Weiterbildung für mehr Anerkennung beruflicher Qualifikationswege einsetzt.

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